Kopfkino #10

Antimilitarismus ist ein wichtiger Teilbereich im Kampf für eine bessere Gesellschaft.
Nicht nur wenn man in einer Stadt lebt die stark von Militär geprägt ist. Ich bin sehr erfreut, Euch den antimilitaristischen Jahresrückblick 2016 zu präsentieren,welcher von der Initiative No War Berlin zur  erstellt und zur Verfügung gestellt wird. Weiterlesen

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Gedankenupdate #1

still loading#Stopegida: Über 600 Leute waren auf der Stopegida Kundgebung am Montagabend auf dem Stuttgarter Schlossplatz. „Es wird nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben – wenn PEGIDA marschiert, werden sie blockiert!“, so die VeranstalterInnen. Einen ausführlichen Bericht findet ihr auf der Kampagnenseite.

Wann, wenn nicht jetzt: Als Antwort auf die rassistische Stimmungsmache, hat die Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart ein Papier herausgegeben. „Es ist leider auch eine Schwäche der linken Bewegung, dass rechte Massenmobilisierungen und ein Klima dafür entstehen können. Die gemeinsame Antwort auf die Krise und Verwertungslogik des Kapitals darf nicht Rassismus, sondern muss der gemeinsame Kampf gegen neoliberale Politik mit einer Perspektive einer wirklich anderen, solidarischen Gesellschaft sein.“, reflektiert die Stuttgarter Gruppe. Das ausführliche Papier ist zu finden auf antifa-stuttgart.tk

Prozessauftakt: Am morgigen Donnerstag ist der Prozessauftakt gegen die „Autonomen Nationalisten Göppingen“. Es sind über 100 Verhandlungstermine angesetzt. Das AABS hat einen Aufruf zur antifaschisitischen Prozessbegleitung verfasst. Über die Jahre hinweg waren es vor allem AntifaschistInnen, die gegen die Nazis in Göppingen vorgegangen sind. Als Beispiele sind hier die Kampagnen Wir bleiben Dran und NAZIS STOPPEN zu nennen.

Aktionswoche:
Vom 22. Januar an soll es eine antimilitiaristische Aktionswoche geben. Diese ist Teil der Mobilisierungen für die Proteste gegen die NATO-Sicherheitskonfernz (SIKO) in München. Die Proteste gegen die SIKO sind außerdem der Startschuss für die G7-Proteste. Das offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung (OTKM) hält euch hier auf dem Laufenden.

 

 

Bundeswehr raus aus den Schulen!

Ab 13:45 Uhr füllt sich die Lautenschlagerstraße, der Lauti kommt an, ein Infostand wird aufgebaut und die ersten Demonstrantinnen und Demonstranten, darunter auch der bekannte Friedensaktivist und ehemaliger MdEP Tobias Pflüger kommen an.

Einige Passanten schauen interessiert zu und fragen warum denn demonstriert wird. Die Antwort kommt prompt. „Keine Bundeswehr an den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.“ Andere schieben nach „Die Bundeswehr brauch ich eigentlich auch sonst irgendwo nicht!“. Mit Redebeiträgen von Heike Hänsel, Roland Blach und einem Straßentheater vom offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung in Stuttgart (OTKM) beginnt die Demonstration. Von der Lautenschlager Straße geht es dann zunächst an der Hauptfiliale der Deutschen Bank AG in Stuttgart vorbei. Während wir also die Deutsche Bank passieren wird vom Lautsprecherwagen aus verlesen was die Deutsche Bank so unter nachhaltigem Arbeiten versteht.

Neben uns sehen wir die Hauptfiliale der Deutschen Bank AG in Stuttgart. Dieses Kreditinstitut ist nicht nur der zentrale Dienstleister für die Betreiber und Erbauer von Atomkraftwerken in Deutschland , sondern mischt auch im Kriegsgeschäft mit. Die Bank finanzierte die blutige Erdölförderung in Darfur, deren Erträge der sudanesische Regierung einen Bürgerkrieg mit hunderttausenden Toten ermöglichten. Genauso unterstütz sie die Militärdiktatur in Burma und stellte ihre Dienste einem Bergbaukonzern in der demokratischen Republik Kongo zur Verfügung, der ein enger Partner dortiger Bürgerkriegsmilizen war. Für den Profit geht das deutsche Kapital über Leichen – und das in der ganzen Welt!
Was Karl Liebknecht vor fast 100 Jahren erkannte, gilt auch heute noch:
Der Hauptfeind steht im eigenen Land.“                                                             (Friedensaktivist vom Lauti aus)

Von der Theodor-Heuss-Straße ging die Demo dann auf die Königstraße. Auf Höhe des Wissenschaftsminsteriums begann die erste Zwischenkundgebung. Neben der Landesprecherin der Grünen Jugend Jessica Messinger sprach auch noch Tom Stanke ein Schülersprecher aus Darmstadt, der einen Weg aufzeigte wie Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten es geschafft haben, die Zivilklausel an der Schule und der Uni durchzusetzen.

Nach diesen Redebeiträgen zog die Demonstration weiter am Kultusministerium vorbei, welches eine Fassadenverschönerung seitens der Demoteilnehmer verordnet bekam. Spontan klebten sie Ihre Forderungen wie zu Beispiel das sofortigen Aufkündigen der Kooperationsverträgen mit der Bundeswehr auf.

Seit 2009 gibt es zwischen Ministerium und Militär eine Kooperationsvereinbarung, die es den sogenannten Jugendoffizieren ermöglicht, im Gemeinschaftskundeunterricht ihre Propaganda zu verbreiten. In diesen Unterrichtseinheiten werden Kriege als unumgänglich und für die Durchsetzung von Menschenrechten notwendig dargestellt. Gezielt und vor allem niederschwellig wird hier versucht, Schülerinnen und Schülern den Dienst an der Waffe schmackhaft zu machen. Im Wahlkampf hatte die GRÜNEN versprochen diese Vereinbarung aufzuheben. Bisher ist dieses Versprechen jedoch nicht eingelöst worden.

Nach einer weiteren Zwischenkundgebung am Schlossplatz zog die Demo dann in Richtung Marktplatz weiter. Am Marktplatz angekommen wurde dann eine Panzerattrappe angezündet, welche symbolisch für die Zerstörung und den Tod, welcher einen Krieg mit sich bringt, niederbrannte. Als Abschlussredner sprach dann noch Chris Capps, ein Friedensaktivist, der in Kaiserslautern lebt und von der amerikanischen Armee desertiert ist zu den Versammelten.