Wenn der Wartberg zur Festung wird

Warum eigentlich?
Der 23. Februar ist in Pforzheim nicht irgendein Tag. Es ist der Jahrestag der Bombardierung von Pforzheim. Der 23. Februar ist aber seit den 90ern auch der Tag, an dem Faschisten versuchen ihre geschichtsrevisionistische Propaganda durch eine „Fackelmahnwache“ auf dem Pforzheimer Wartberg zu instrumentalisieren. Somit ist auch klar, dass der 23. Februar ein Tag der antifaschistischen Intervention gegen diese menschenverachtende Ideologie ist. Seit 3 Jahren mobilisiert das antifaschistische Bündnis …Nicht lange Fackeln! gegen die Nazimahnwache. Wie bereits angekündigt, war ich auch in Pforzheim im Team mit weiteren DemofotografInnen. Weiterlesen

Kopfkino #5

In Zeiten von PEGIDA; HoGeSa, und Demo für alle aktueller den je!

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Die Shout Outs der Nazis Stoppen Kampagne

Shout Out WandDas Nazis Stoppen Bündnis setzt neben anderen Mobilisierungsmethoden und Veranstaltungen dieses Jahr zusätzlich auf Shout Outs. In diesen Mini-Podcasts haben sowohl Menschen aus Politik und Kultur, als auch Menschen wie Du und Ich die Möglichkeit zu sagen, Wann, Warum und Weshalb es wichtig ist sich am 12. Oktotber, den Nazis in Göppingen aktiv entgegen zu stellen.

Hier stelle ich Euch mal eine kleine Auswahl zur Verfügung. Wer alle Shout outs sehen will, der darf jetzt oder später auf diesen Link klicken.

 

 

 

 

 

Wer noch nichts vom Naziaufmarsch gehört hat; der kann sich hier informieren: gp-nazis-stoppen.tk

Wer auch ein Shout out produzieren will, der meldet sich hier: block-gp [a] gmx.de

 

Viel Spaß beim schauen.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es nach dem Aufmarsch auch einen Bericht hier zu lesen geben.

 

 

Antifas aus BaWü starten Kampagne zur BTW 13

 Bundestagswahl 2013 – Keine Stimme der NPD!

Zur Bundestagswahl am 22. September 2013 tritt unter anderem die „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) an. Mit populistischen Forderungen nach dem Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und ihrer Selbstinszenierung als „soziale Heimatpartei“ versuchen sich die Faschisten auch in diesem Jahr wieder in Anzug und Krawatte bürgernah und seriös zu geben. Wenngleich die NPD nicht die einzige rassistische Partei ist, die zur Wahl antritt, so ist sie doch in jedem Fall diejenige, die mit ihrem menschenverachtenden Gedankengut am offensivsten in die Öffentlichkeit drängt. Auf Grund ihrer Funktion als Sammelbecken im faschistischen Spektrum und ihrer Position als bundesweit nach wie vor bedeutsamste faschistische Struktur, muss sich eine antifaschistische Intervention während des Wahlkampfs in erster Linie gegen die NPD richten.

Faschistisch…
Um so wichtiger ist es zu erkennen, in welcher ideologischen Tradition die Nazi-Partei steht. Mit der direkten Bezugnahme auf den deutschen Faschismus tritt die NPD ganz unverblümt die historische Nachfolge der NSDAP an. Der NPD geht es also weder um ein solidarisches Miteinander noch um gute Lebensbedingungen für alle Menschen. Ganz im Gegenteil: Der Faschismus hat für die große Mehrheit der Bevölkerung nichts zu bieten. Die um ein Vielfaches verschärfte Ausbeutung der Lohnabhängigen, bei zeitgleicher Zerschlagung der Gewerkschaften, Gleichschaltung des öffentlichen Lebens, Verbot und Verfolgung von fortschrittlichen Kräften, imperialistische Kriege und Vernichtung, sind nur einige Facetten faschistischer Herrschaft.

So steht im Zentrum faschistischer Politik zudem immer auch die rassistische Hetze gegen all jene, die ihrer Meinung nach nicht zur sogenannten „Volksgemeinschaft“ gehören. Der propagierte Rassismus zielt dabei nicht nur auf die unmittelbar Betroffenen ab, also beispielsweise MigrantInnen, sondern soll auch für eine Spaltung der Erwerbstätigen sorgen, um diese daran zu hindern, vereint und mit Nachdruck für ihre Interessen einzustehen.
Auch aus diesem Grund ist die NPD eine ständige Gefahr für JüdInnen, MigrantInnen, Andersdenkende, Homosexuelle und alle anderen Menschen, die nicht in ihr faschistisches, menschenverachtendes Weltbild passen.

… und mörderisch!
Im Hinblick auf beinahe 200 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990, ist nicht erst seit dem Bekanntwerden der Mordserie des selbsternannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ klar: Faschismus ist auch heute noch eine mörderische Ideologie. Wie tief die NPD auch in den Terror des „NSU“ involviert ist, wird aktuell immer deutlicher. So waren die „NSU“-Terroristen jahrelang im „Thüringer Heimatschutz“ aktiv, mit dem die NPD stark verflochten war und auch ihre vielen Unterstützer rekrutierten sich aus diesen Kreisen. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist Ralf Wohlleben. Der langjährige NPD-Funktionär aus Thüringen soll die Waffe beschafft haben, womit der „NSU“ mordend durchs Land zog. Aktuell steht er, verteidigt von seiner ehemaligen Stellvertreterin im NPD-Kreisverband Jena und Anwältin Nicole Schneiders, gemeinsam mit Beate Zschäpe vor dem Münchner Oberlandesgericht.

Vor diesem Hintergrund sind auch die vorgeschobenen Distanzierungen der NPD-Führung von den Morden des „NSU“, leicht als bloße Wahlkampfmanöver und der Versuch einem drohenden Verbot zu entgehen, zu entlarven. Die NPD-Basis übrigens, will von diesen Distanzierungen in der Regel nichts wissen und bezieht sich oft durchaus positiv auf die Taten der Nazimörder.
Doch auch abseits des „NSU“ sind – gerade auch in baden-württembergischen NPD-Strukturen – Faschisten aktiv, die die Bereitschaft, ihre Ideologie in die Tat umzusetzen, schon deutlich unter Beweis gestellt haben. Zu nennen wären hier beispielsweise der baden-württembergische NPD-Vorsitzende Alexander Neidlein, ein verurteilter Posträuber, der unter anderem als Söldner an der Seite kroatischer Faschisten kämpfte oder der Nazi Thomas Baumann, der Bomben baute, um in Freiburg ein autonomes Zentrum und das DGB-Haus in die Luft zu jagen. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade der baden-württembergische JN-Verband, die Jugendorganisation der NPD, durch die konsequente Einbindung militanter Kameradschaftsstrukturen, wie etwa den sogenannten Autonomen Nationalisten, einer der größten der gesamten Bundesrepublik ist.

Sammelbecken für die extreme Rechte
Trotz aufkommender Konkurrenz im extrem rechten Lager durch die neue Partei „Die Rechte“ des bekannten Neonazi-Aktivisten Christian Worch, ist die NPD nach wie vor die bedeutendste Gruppierung im deutschen faschistischen Lager. Dies liegt sowohl an der bundesweiten Organisierung als Partei als auch an einem in der Vergangenheit gezielt praktizierten Annäherungskurs an die militante Kameradschaftsszene, häufig inklusive deren Einbindung in die Parteistrukturen der NPD. Auch wenn die Nazi-Partei im Moment aufgrund ihrer schlechten finanziellen Situation, einer zunehmenden Ausdifferenzierung und Spaltung in der faschistischen Szene und zuletzt schlechter Wahlergebnisse einer ungewissen Zukunft entgegensieht, bleibt sie ein gefährliches Sammelbecken für Faschisten aller Couleur.

dsc00097-225x300 Andere rassistische Parteien:
Die NPD ist nicht die einzige Partei aus dem stark zersplitterten rechten Lager, die zur Bundestagswahl 2013 antritt. Auch die rechte Partei „Die Republikaner“ wird wieder mit ihren geschichtsrevisionistischen und populistischen Inhalten präsent sein. Diese Partei hat allerdings bundesweit stark an Bedeutung verloren, da auch Gruppierungen wie „Die Freiheit“ und „Pro Deutschland“ versuchen, sich mit ihren rassistischen und rechtspopulistischen Inhalten im Wahlkampf zu positionieren. Mit ihrer vor allem antiislamischen, rassistischen Hetze versuchen sie, Wählerstimmen rechts von der CDU abzugreifen. Dabei beziehen sie sich sehr stark auf den bekannten Autor und Rassisten Thilo Sarrazin.
Zudem versucht sich seit neuestem auch die „Alternative für Deutschland“ mit nationalistischen Parolen und der Forderung nach dem Ende des Euro im Wahlkampf rechts der CDU zu positionieren.

Der Kampf um die Parlamente
Mit ihrer im Jahr 1998 ausgegebenen Strategie, den Kampf um die Köpfe, die Straßen und die Parlamente zu führen, wendete sich die NPD vom Konzept einer reinen Wahlpartei ab. Fortan stellte sie vor allem auch massives Auftreten auf der Straße und ideologische Schulungen in den Mittelpunkt ihrer Politik.
Nichtsdestotrotz bleibt auch der Kampf um die Parlamente ein zentrales Aktionsfeld der NPD. Erst einmal im Parlament präsent, bietet sich den Nazis eine politische Bühne und eine mediale Aufmerksamkeit, von der sie sonst nur träumen können. Mit der instrumentalisierten Parlamentsarbeit versuchen sich die Nazis einerseits als etablierte politische Kraft darzustellen, so z.B. mit der Herausgabe von eigenen Zeitungen, und sie sind andererseits dadurch in der Lage, Aktivisten in Vollzeit anzustellen.
Ganz in der Tradition des deutschen Faschismus, versucht die NPD, die Parlamente als Sprachrohr für ihre Hetze zu nutzen und ihr erklärtes Ziel dabei ist die Abschaffung jeglicher Form der demokratischen Mitbestimmung. Ein zentraler Aspekt ist zudem, dass sich die Nazi-Partei zu einem nicht unwesentlichen Teil durch Steuergelder finanziert, da sie ab Wahlergebnissen von über einem Prozent in den Genuss der staatlichen Parteienfinanzierung kommt.

Den NPD-Wahlkampf sabotieren!
Wir wollen und werden uns im Kampf gegen faschistische Strukturen und rechte Ideologien nicht auf ergebnislose Lippenbekenntnisse von bürgerlichen Politikern verlassen. Ein Staat, der Naziaufmärsche mit massiver Polizeigewalt durchprügeln lässt, antifaschistischen Protest gegen rechte Propaganda und rassistische Hetze mit allen Mitteln versucht zu unterbinden, faschistischen Terrorzellen jahrelang beim Morden zuschaut und der NPD finanzielle und infrastrukturelle Unterstützung gewährt, ist der falsche Ansprechpartner im Kampf gegen die Gefahr von rechts. Vielmehr ist es unsere Aufgabe, selbst aktiv zu werden, antifaschistische Strukturen aufzubauen und zu stärken, um somit langfristig eine breite Bewegung gegen die Faschisten zu schaffen. Nur wenn wir es schaffen, eine umfassende Basis für antifaschistische Arbeit auf die Beine zu stellen, kann es uns gelingen, faschistische Tendenzen frühzeitig zu erkennen und im Keim zu ersticken.

Es liegt also an uns allen, zu verhindern, dass die NPD im Wahlkampf ihre menschenverachtende Propaganda in die Öffentlichkeit tragen und Werbung für ihre Strukturen machen kann. Wir müssen den Nazis unseren antifaschistischen Widerstand entgegensetzen und dürfen ihnen weder den öffentlichen Raum noch die Parlamente überlassen. Es gilt, jedes öffentliche Auftreten der Faschisten – von der Plakatieraktion bis hin zum Infostand – zu sabotieren und dadurch den Wahlkampf der NPD zum Desaster zu machen!

Ob Straßen, Köpfe oder Parlamente:
Kein Fußbreit den Faschisten!
Den Wahlkampf der NPD unmöglich machen!
Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

 

Eine Initiative von:

Antifaschistische Linke Bühl-Achern

Antifaschistische Aktion Heilbronn

Antifaschistische Aktion Lörrach

Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/Mannheim

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Rastatt/Baden-Baden

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Tübingen

Antifaschistische Aktion [o] Villingen-Schwenningen

 

Unterstützt von:

Aktionsbündnis gegen Rechts Villingen-Schwenningen

Jochen Dürr / Landessprecher der VVN-BdA Baden-Württemberg

( Stand 20.07.2013)

Quelle und weitere Infos: unmoeglichmachen2013.tk

Blockadekonferenz in Esslingen

header_lqImmer wieder versuchen Faschisten, auch hier in Baden-Württemberg, durch Kundgebungen oder Demonstrationen die Öffentlichkeit zu erreichen – doch wo sie auftreten werden sie mit antifaschistischem Widerstand konfrontiert.
Gerade Ziviler Ungehorsam in Form von Blockaden schaffte es dabei in den letzten Jahren immer wieder, Naziaufmärsche zu verhindern oder stark einzuschränken.
Die wohl erfolgreichste Geschichte ist die des ehemals größten regelmäßigen Naziaufmarschs in Europa, der jedes Jahr im Februar in Dresden stattfand: Zwei Jahre in Folge blockierten über Zehntausend Antifaschtinnen und Antifaschisten die angemeldete Demonstrationsroute, so dass es 2012 nicht einmal mehr zu einem Aufmarschversuch kam.
Auch in Baden-Württemberg gab es in den letzten Jahren erfolgreiche Blockaden: In Heidelberg und Karlsruhe konnten die Nazis keinen Meter laufen, in Mannheim musste die Demoroute stark verkürzt werden und in Pforzheim wurde ein Großteil der Faschisten davon abgehalten, zum Kundgebungsort zu gelangen.
Doch angekündigte Blockadeaktionen sind leider nicht immer erfolgreich. Denn wo der Oberbürgermeister mancherorts in der ersten Reihe der Blockade sitzt, versuchen Stadtverwaltungen andernorts durch Geheimhaltung, Allgemeinverfügungen und Hetzkampagnen jeglichen spürbaren Protest zu unterbinden. Großeinsätze der Polizei und massenhafte Ingewahrsamnahmen zeigten der Aktionsform in der Vergangenheit immer wieder die Grenzen auf.
Ein trauriges Beispiel hierfür ist der 06.10.12 in Göppingen, denn er zeigt auch: Wo Nazis ungehindert durch die Innenstadt marschieren können und ihnen der Weg mit Pfefferspray und Schlagstock freigeprügelt wird, folgen weitere Aufmärsche. In Göppingen ist für den 12.10.13 bereits die nächste Demonstration angemeldet. Doch auch die wird nicht ohne direkten Gegenprotest stattfinden. Im Hinblick darauf heißt es:

Hinschauen und sich in Workshops und an Infotischen über Nazistrukturen und kontinuirliche antifaschistische Arbeit in Baden-Württemberg zu informieren!

Aufstehen und mit diskutieren, über Chancen und Genzen von Blockaden gegen Naziaufmärsche!

Handeln wenn am 12. Oktober in Göppingen oder an irgend einem anderen Datum an einem anderen Ort wieder Nazis auf die Straße gehen wollen!

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart, Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart & Region, Arbeitskreis Kesselklage, Bündnis für Versammlungsfreiheit, Jugend- und Kulturzentrum KOMMA Esslingen, Verdi-Jugend Baden-Württemberg, VVN-BdA Esslingen

Wann: Samstag den 31.08.13
Wo: Jugend- und Kulturzentrum KOMMA in Esslingen

weitere Infos zur Konferenz findet ihr unter:  http://blockadekonferenz2013.tk/

Freiheit für Deniz

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages zur Freiheit von Deniz hier zumindest mein Beitrag, da ich leider heute nicht auf einer der Demos sein kann.

Ein Jahr U-Haft ist ein Jahr zuviel!
Seit nun einem Jahr sitzt unser Freund und Genosse Deniz K. im Nürnberger Knast in Untersuchungshaft. Während Neonazis über ein Jahrzehnt lang raubend und mordend durch die ganze Bundesrepublik ziehen können, angeblich ohne den leisesten Verdacht ihrer Existenz, wurde Deniz wenige Wochen nach einer Demo in Nürnberg am 21. April 2012 in Ludwigshafen festgenommen.
Wir halten noch mal fest: auf der einen Seite gibt es nicht zu verleugnende Indizien dafür, dass mindestens eine Staatliche Institution – nämlich der Verfassungsschutz – drei Nazi-Terrorist*innen offensichtlich dabei unterstützt, bzw. es mindestens geduldet hat, Migranten nur aufgrund ihrer ausländischen Herkunft kaltblütig hinzurichten.
Auf der anderen Seite haben wir eine regelrechte Verfolgungswut von Staatsanwaltschaft und Polizei, wenn es darum geht, dass Menschen eben das kritisieren, wie skandalös und im NSU Nazis mit staatlicher Unterstützung sogar Morde begangen haben. Genau das war das Anliegen der Demonstration am 31. März 2012 in Nürnberg. Die Demonstration damals unter dem Motto „Verfassungsschutz auflösen – Nazistrukturen bekämpfen“ war von Anbeginn den verschiedenen Behörden ein Dorn im Auge. Hier gab es ein starkes Bündnis einheimischer und migrantischer Antifaschist*innen die auf keinen Fall Gehör finden sollten. Die Demonstrationsroute durch die Innenstadt wurde rechtswidrig mit den absurdesten Argumentationen verboten, die Demonstration selber von einem immensen Polizeiaufgebot versucht, von Nicht-Demonstrant*innen fern zu halten. Und zu guter Letzt wurde die Demonstration von uniformierten Schläger*innen brutal angegriffen.
Und nun beschuldigte die Staatsanwaltschaft ausgerechnet Deniz K., mit einer Fahnenstange, die mit Schutzkleidung und Helmen bekleideten USK‘ler*innen verletzt zu haben.
Prozessbeobachter*innen konnten sich anschließend selber über das Schauspiel von lügenden und sich absprechenden Beamt*innen und Staatsschützern vor Gericht ein Bild machen. Trotz der Offensichtlichkeit ihrer Lügen und widerlegten Falschaussagen wurde Deniz zu 2 ½ Jahren Gefängnis verurteilt.
Wen wundert das? Ist es doch derselbe Staat, der nach Ende des zweiten Weltkrieges alten Nazis Platz in den Reihen der Polizei, Justiz, Politik und Geheimdienstes bot.
Es ist derselbe Staat, der heute Nazistrukturen unterstützt und am Leben hält. Derselbe Staat der heute an Revolutionär*innen wie Deniz ein juristisches Exempel statuieren möchte.
Auf diese Weise möchte der Staat uns hier zu erkennen geben, wenn wir uns wehren wird dieser Staat auch seine eigenen Gesetze aushebeln um uns einzusperren.

Unsere Antwort auf staatliche Repression gegen uns als antifaschistische, antikapitalistische Bewegung kann nur eine sein: Solidarität! Zeigen wir, dass wir hinter denjenigen stehen – und gleichzeitig diejenigen sind – die sich einem Nazi-Aufmarsch direkt in den Weg stellen oder bei rassistischen Sprüchen nicht den Mund halten. Zeigen wir, dass wir hinter denen stehen und diejenigen sind, die sich gegen Ausbeutung und Unterdrückung zur Wehr setzen und organisieren. Und zeigen wir Deniz ein Jahr nach seiner Verhaftung, dass er nicht alleine ist.
Die Zähne zeigt wer das Maul aufmacht! Beteiligt euch deshalb am

20. 4.2013 an der Kundgebung um 13 Uhr am Weißen Turm und Demo zum Knast

Blockaden im Wandel der Zeit

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Nicht erst seit der „Fackelmahnwache“ des FHD in Pforzheim am 23.Februar wird das Konzept der Massenblockaden genutzt um faschistische Aufmärsche zu verhindern. Initiert von der Antifaschistischen Aktion (Aufbau) in Stuttgart sowie weiteren antifaschistischen Grupppen aus BaWü ist jetzt durch „Blockaden im Wandel der Zeit“ jetzt ein Papier entstanden, dass einen Rückblick auf vergangene Mobilisierungen gibt.
Ihr Anspruch ist es, eine grobe Einschätzung über Blockaden und das Verhältnis zu anderen Aktionsformen liefern. Neben der Analyse des vergangenen wollen die AutorInnen einen Denkanstoß für die antifaschistische Bewegung liefern, um im Rahmen solidarischer und konstruktiver Diskussionen, neue oder verbesserte Aktionsformen zu erschließen, die es den Nazis unmöglich macht ohne spürbaren Gegenwind durch unsere Städte zu laufen! Ich bin gespannt wie sich diese Diskussion weiter entwickelt und verabschiede mich mit einem lauten
ALERTA! ALERTA! ANTIFASCISTA!

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weiterführende Links:
Blockaden im Wandel der Zeit
Bericht über Pforzheim 23.02.2013
Bericht über Göppingen 06.10.2012
Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart

 

 

Stuttgarter Mobilisierungsbündnis veranstaltet Aktionstag in Stuttgart und der Region

block_all_nazisAm 09.02.2013 gibt es in verschiedenen Städten Baden-Württembergs Veranstaltungen und Aktionen zur Mobilisierung gegen den anstehenden Naziaufmarsch in Pforzheim. Auch das Stuttgarter Mobilisierungsbündnis beteiligt sich an diesem Aktionstag.

 
„Mit Kundgebungen in Leonberg, Waiblingen und Stuttgart sowie weiteren Aktionen wollen wir die Menschen informieren und deutlich machen, dass der Kampf gegen den Faschismus nicht an den Stadtgrenzen aufhört! Egal ob in Stuttgart, Dresden oder Pforzheim, Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“ so ein Sprecher des Mobilisierungsbündnisses. „Unser Ziel ist es, den Naziaufmarsch am 23.02.2013 in Pforzheim zu blockieren und die sogenannte Fackelmahnwache zu verhindern“, so der Sprecher des Bündnisses weiter.
Kundgebungen:
Leonberg:   10–12 Uhr Römerstraße / Eltinger Straße
Waiblingen: 10–12 Uhr kleiner Postplatz
Stuttgart:   13–14 Uhr Marienplatz

Update: Nicht lang fackeln… Naziaufmarsch verhindern

headdermitAbfahrtWie bereits seit 1994 regelmäßig, findet auch dieses Jahr am 23. Februar die Fackelmahnwache des Neonazi-Vereins „Freundeskreis ein Herz für Deutschland“ statt. Es soll der „deutschen Opfer“ des Zweiten Weltkriegs gedacht werden, die bei dem Luftangriff der Alliierten am 23. Februar 1945 ums Leben kamen. Seit 2002 finden Proteste gegen die Mahnwache statt. Im ersten Jahr konnte die Mahnwache verhindert werden. Zwei Jahre später verzichteten die Nazis aufgrund städtischer Auflagen auf die Mahnwache. In den darauffolgenden Jahren ist es nicht gelungen die Mahnwache zu verhindern, jedoch gab es immer wieder kreative Störversuche und andere Aktionen gegen die Veranstaltung.

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Zu den diesjährigen Protesten gegen die Nazi-Fackelmahnwache in Pforzheim mobilisieren zahlreiche Bündnisse und Organisationen aus unterschiedlichsten Spektren. Gemeinsam mit dem eher bürgerlichen Bündnis Initiative gegen Rechts, dem auch SPD, Grüne, Kirche, DGB und unterschiedliche Jugendverbände angehören, mobilisieren Antifa- und andere linke und anarchistische Gruppen zu einer Demonstration um 15:30 Uhr zum Pforzheimer Hauptbahnhof. Anschließend soll versucht werden mit Aktionen des zivilen Ungehorsams die Nazimahnwache zu verhindern.

 


Inhalt: Veranstaltungen|Stadtpläne|Ticker|Ermittlungsausschuss(EA)|
Demovorbereitung|Aktionskonsens|Anfahrt


Aufrufe: Antinationaler Aufruf | Nicht lange Fackeln | Fackeln aus | Naziaufmarsch in Pforzheim verhindern | Der Berg ruft


Zu den diesjährigen Protesten gegen die Nazi-Fackelmahnwache in Pforzheim mobilisieren zahlreiche Bündnisse und Organisationen aus unterschiedlichsten Spektren. Gemeinsam mit dem eher bürgerlichen Bündnis Initiative gegen Rechts, dem auch SPD, Grüne, Kirche, DGB und unterschiedliche Jugendverbände angehören, mobilisieren Antifa- und andere linke und anarchistische Gruppen zu einer Demonstration um 15:30 Uhr zum Pforzheimer Hauptbahnhof. Anschließend soll versucht werden mit Aktionen des zivilen Ungehorsams die Nazimahnwache zu verhindern. Um möglichst vielen Menschen die Teilnahme an den Protesten zu ermöglichen wurde sich auf einen gemeinsamen Aktionskonsens geeinigt. Im wesentlichen sagt dieser, dass von den Blockierenden keine Gewalt ausgehen wird und man sich mit allen solidarisch erklärt die das Ziel teilen den Naziaufmarsch zu verhindern.

 

Der Spektren übergreifenden Mobilisierung ist auch die Fülle an Aufrufen verdankt. Welche sich seit Wochen sowohl als Flugblätter, sowie in zahlreichen Internetportalen verbreiten. Neben dem Aufruf der Initiative gegen Rechts, gibt es Aufrufe des Nicht lange Fackeln – Bündnis, des Offenen Antifa Treffens aus Freiburg, der Tübinger Gruppe Level_up, sowie der Antifaschistischen Jugend Ludwigshafen/Mannheim. Auch die Pforzheimer Gruppe alert|a mobilisiert gemeinsam mit dem Anarchistischen Netzwerk Südwest* mit einem eigenen antinationalen Aufruf zur Demonstration. Witziger Weise fand sich auf der Seite der Grünen die Behauptung der Pforzheimer Oberbürgermeister würde zu Blockaden aufrufen – dem ist nicht so. Das Bündnis Pforzheim Nazifrei, welchem auch die Stadt Pforzheim angehört ruft zu einer Kundgebung – weit ab der Nazimahnwache – auf dem Pforzheimer Marktplatz auf.

 

 

Große Übersichtskarte

Umgebungskarte Mahnwache

 

 

Verschiedene Stadtpläne werden in den nächsten Tagen hochgeladen.

 

 

 

Es wird an dem Tag einen Ticker geben, achtet auf Ankündigungen.

 

 

 

Während Demonstrationen ist der EA telefonisch erreichbar. Menschen, die Festnahmen oder Polizeiübergriffe beobachtet haben, geben die Daten und Umstände der Vorfälle an den EA weiter. Der EA informiert daraufhin kooperierende Anwält_innen. Diese nehmen dann Kontakt zu den Gefangenen auf. Je nach Verfahren und Vorwurf können Menschen in der Gefangenensammelstelle betreut oder vor den Haftrichter begleitet werden. Oft werden im Anschluss von Festnahmen bei Demonstrationen Zeug_innenaufrufe gestartet, um die Arbeit der Anwält_innen zu unterstützen. Keine Details am Telefon!

 

Die EA-Nummer wird bei der Demonstration durchgesagt!

 

 

Warum Bezugsgruppen?

● Hin- und Rückweg ist sicherer ● von den Erfahrungen der anderen Guppenmitglieder profitieren ● effektivere Blockadekoordination möglich ● über den Verlauf der Blockade mitentscheiden

 

Was Ihr übereinander wissen solltet:

● Vor- und Zuname ● Geburtsdatum ● Ziel der Aktion ● Grenzen des Einzelnen

 

Was nehme ich mit zur Blockade?

● Sitzkissen ● ausreichend Getränke und Essen ● Beschäftigungen zum Zeitvertreib (Spiele, Luftballons, Bücher) ● wetterfeste Kleidung ● Personalausweis ● Kleingeld ● wichtige Telefonnummern (EA, Infotelefon) ● Kein Alkohol, Drogen oder Waffen!

 

Bezugsgruppen (Ausführlich):

Bezugsgruppen-Reader 1: Kleiner Ratgeber für Bezugsgruppen [pdf]
Bezugsgruppen-Reader 2: Orientieren u. Bewegen bei Aktionen [pdf]

 

  • Wir leisten zivilen Ungehorsam gegen den Naziaufmarsch.
  • Von uns geht dabei keine Gewalt und keine Eskalation aus.
  • Wir stellen uns den Nazis in den Weg.
  • Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.

 

 

 

Zugtreffpunkte:

  •  Stuttgart –  14:45 Uhr | Stuttgart Hbf | Gleis 7 
  • Freiburg –  12.45 Uhr | Frei­burg Hbf | Gleis 2
  • Offenburg[1][2] –  12.45 Uhr | Haupteingang Bahnhof 
  • Tübingen [1] [2] – 13:15 Uhr | Hauptbahnhof 
  • Reutlingen [1] [2] –  13:30 Uhr | Hauptbahnhof
  • Karlsruhe – 15 Uhr | KA-Hauptbahnhof, Aufgang Gleis 10

Bus:

  • Mannheim – Am 23.02.2013 fährt ein Bus aus Mannheim zu den Protesten gegen den geplanten Nazigedenkmarsch in Pforzheim. Buskarten kosten 10€ und sind im Infoladen Mannheim ab sofort zu erwerben. Geöffnet hat dieser Dienstags und Donnerstag ab 19.00 Uhr. Die Tickets gibt es auch am Antifaabend der AJLM am 19.02.2013 im JUZ Mannheim.

via: linksunten