Was wäre wenn?

Letzten Samstag versammelten sich 5000 Menschen in Koblenz. Anlass war der Protest gegen den rassistischen Jahresauftakt der ENF in der Rhein Mosel Halle. Am Vorabend lud die lokale Antifa unter dem Motto „Rechtspopulisten wegbassen“ bereits in die Koblenzer Innenstadt. Diesem Aufruf folgten in freundlicher Zählweise 150 bis 200 Menschen Außerdem gab es eine symbolische Sitzblockade am Samstagmorgen. Eigentlich ein erfolgreiches Protestwochenende aber eben nur eigentlich. Weiterlesen

Gegenproteste gegen Rassistenkongress in Koblenz angekündigt

Was bis letzte Woche noch eine Vermutung war, ist mittlerweile traurige Gewissheit. Der rassistische Zusammenschluss EFN kommt am 21. Januar in die Rhein Mosel Halle nach Koblenz. Während es anfänglich noch so aussah als ob die Rassisten ihr Tête-à-Tête gänzlich ohne Gegenproteste veranstalten würden, formiert sich so langsam auch der Gegenprotest. Weiterlesen

Check your updates! Something happend in real life!

Eigentlich sollte alles, was wir erfinden, entwickeln und sonst so machen, unser Leben schöner machen. Zwangloser, freier, toller, (ein passendes Wort deiner Wahl) … sollte es sein. Anscheinend geht es aber tatsächlich immer nur um höher, schneller, besser und weiter.

Ich will jetzt nicht in die Debatte um Arbeitszeit mit Stichworten wie Produktivitätssteigerung, faktischer Arbeitszeitverlängerung, Work-Life-Balance usw. einsteigen. Obwohl das auch ne spannende und wichtige Diskussion ist.

Es geht um das Phänomen Social Networks vs. Real Life. Ihr wisst was ich meine?
In der Bahn zum Beispiel oder an irgendeiner Haltestelle, egal wo. Jeder guckt ins Smartphone oder stiert in sein „i-wasauchimmer“. Bloß nicht die Person nebenan anschauen. Am Ende entsteht vielleicht noch ein Gespräch. Guckt einer nicht in sein Smartphone, kann mensch das Unwohlsein wie eine wabernde Wand fast spüren. Wird unser Leben dadurch immer schöner und bunter? Ich hab das Gefühl, manchmal werden wir dadurch eher einsam, ängstlich und grau.

‘Warum sehen sie eigentlich so grau im Gesicht aus?’ wollte Momo wissen, während sie weiterguckte.
‘Weil sie von etwas Totem ihr Dasein fristen’, antwortete Meister Hora. ‘Du weißt ja, dass sie von der Lebenszeit der Menschen existieren. Aber diese Zeit stirbt buchstäblich, wenn sie von ihrem wahren Eigentümer losgerissen wird. Denn jeder Mensch hat seine Zeit. Und nur so lang sie wirklich die seine ist, bleibt sie lebendig.’
‘Dann sind die grauen Herren also gar keine Menschen?’
‘Nein, sie haben nur Menschengestalt angenommen.’
‘Aber, was sind sie dann?’
‘In Wirklichkeit sind sie nichts.’
‘Und wo kommen sie her?’
‘Sie entstehen, weil die Menschen ihnen die Möglichkeit geben, zu entstehen. Das genügt schon, damit es geschieht. Und nun geben die Menschen ihnen auch noch die Möglichkeit, sie zu beherrschen. Und auch das genügt, damit es geschehen kann.’“  (Momo von Michel Ende ) 

Das heisst nicht, dass  z.B. Facebook  „made in Hell“ ist. Im Gegenteil, es kann auch Teil deiner Familie oder wie eine WG  (Danke Annina für diesen Vergleich) sein. Es geht einfach darum, das außen herum nicht zu vergessen und zu verdrängen.

Lass dich nicht beherrschen von dem Druck, zu gucken, ob irgendwer was gepostet hat. Deine Credibility hängt nicht von der Anzahl deiner Facecbookfreunde ab und auch nicht von der Anzahl deiner Tweets pro Stunde. Gib der Technik die Möglichkeit, dein Leben zu verschönern, aber lass nicht zu, dass sie dich berherrscht. Leb einfach, denn es ist schön, wie es ist.