Kopfkino #10

Antimilitarismus ist ein wichtiger Teilbereich im Kampf für eine bessere Gesellschaft.
Nicht nur wenn man in einer Stadt lebt die stark von Militär geprägt ist. Ich bin sehr erfreut, Euch den antimilitaristischen Jahresrückblick 2016 zu präsentieren,welcher von der Initiative No War Berlin zur  erstellt und zur Verfügung gestellt wird. Weiterlesen

Versprochen ist versprochen …

„Was könnten die Politiker vor der nächsten Wahl noch versprechen, wenn sie gehalten hätten, was sie vor der letzten versprachen?“ (Autor unbekannt)

Zur Bundeswehr ich bin doch nicht blödFür die sofortige Kündigung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem baden-württembergischen Kultusministerium und der Bundeswehr

Im Dezember 2009 schlossen das baden-württembergische Kultusministerium und das Wehrbereichskommando IV der Bundeswehr eine Kooperationsvereinbarung, um die Jugendoffiziere noch stärker in die schulische Bildung sowie die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften zu integrieren. Wir fordern auch vom neuen Kultusminister Stoch und der rot-grünen Landesregierung die sofortige vor der Wahl versprochene Kündigung der Kooperationsvereinbarung.

Es liegt an Kultusminister Stoch (SPD), diese Kündigung auszusprechen. Jetzt müssen wir den Druck auf den neuen Minister erhöhen, damit die Kündigung der Kooperationsvereinbarung – es wäre die erste in Deutschland – baldmöglichst vollzogen wird.

Die Kampagne „Schulfrei für die Bundeswehr“ in Baden-Württemberg klärt über die Militarisierung der Gesellschaft am Beispiel Schule auf. Wir setzen uns weiter für die kompromisslose Kündigung der bestehenden Kooperationsvereinbarung ein, um im Anschluss daran weitere Möglichkeiten einer Friedensbildung voranzutreiben.

Die Bundeswehr versucht zunehmend größeren Einfluss auf das Bildungswesen zu nehmen, um die Sicherheits- (Kriegs-)politik der Bundesrepublik Deutschland darzustellen. Acht Bundesländer haben Kooperationsvereinbarungen mit der Bundeswehr unterzeichnet, die der Bundeswehr bzw. den Jugendoffizieren Vorrang in den Bildungseinrichtungen einräumen. In Baden-Württemberg wurde diese Vereinbarung am 4.Dezember 2009 mit dem Kultusministerium getroffen. Die Arbeit von Jugendoffizieren in Schulen soll dabei verbessert werden. Insbesondere in die Ausbildung der ReferendarInnen und die LehrerInnenfortbildung sollen Jugendoffiziere stärker eingebunden, so genannte Bildungsangebote der Bundeswehr in Medien der Kultusministerien veröffentlicht werden.

Die rot-grüne Landesregierung hat die vor der Wahl versprochene Kündigung nicht eingehalten uns stellt sich bislang quer, obwohl:

1.) sich die grüne Landtagsfraktion im Juli 2012 in diesem Sinne an die damalige Kultusministerin gewandt hatte.
2.) sich alle Landtagsabgeordneten der Grünen und SPD in den Arbeitskreisen Bildung und Innen in den letzten Monaten für die Kündigung ausgesprochen haben
3.) der Landesparteitag der Grünen Anfang Dezember eine Kündigung beschloss, was wenige Tage später von den beiden Landesvorsitzenden öffentlich bekräftigt wurde.

Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) und Innenminister Gall (SPD) haben sich in den letzten Wochen, beeinflusst durch die öffentliche Diskussion, zur Weiterführung der Kooperationsvereinbarung ausgesprochenen.
beim-bund-ist-alles-doof
Es liegt an Kultusminister Stoch (SPD), diese Kündigung auszusprechen. Jetzt müssen wir den Druck auf den neuen Minister erhöhen, damit die Kündigung der Kooperationsvereinbarung baldmöglichst doch vollzogen wird.

Dies wäre ein wichtiges Signal und nach der öffentlichen Debatte seit Herbst 2012 nicht nur in Baden-Württemberg ein großer Erfolg für die Friedensbewegung bundesweit.

Beteiligt euch daher bitte an der E-Mailaktion „Versprochen ist versprochen“ an den baden-württembergischen Kultusminister.

Die eingegangenen E-Mails werden mit vielen auf Papier gesammelten Unterschriften voraussichtlich am 07.02.2013 an Kultusminister Stoch übergeben

Hier gehts zur E-mail Aktion

Bundeswehr raus aus den Schulen!

Ab 13:45 Uhr füllt sich die Lautenschlagerstraße, der Lauti kommt an, ein Infostand wird aufgebaut und die ersten Demonstrantinnen und Demonstranten, darunter auch der bekannte Friedensaktivist und ehemaliger MdEP Tobias Pflüger kommen an.

Einige Passanten schauen interessiert zu und fragen warum denn demonstriert wird. Die Antwort kommt prompt. „Keine Bundeswehr an den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.“ Andere schieben nach „Die Bundeswehr brauch ich eigentlich auch sonst irgendwo nicht!“. Mit Redebeiträgen von Heike Hänsel, Roland Blach und einem Straßentheater vom offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung in Stuttgart (OTKM) beginnt die Demonstration. Von der Lautenschlager Straße geht es dann zunächst an der Hauptfiliale der Deutschen Bank AG in Stuttgart vorbei. Während wir also die Deutsche Bank passieren wird vom Lautsprecherwagen aus verlesen was die Deutsche Bank so unter nachhaltigem Arbeiten versteht.

Neben uns sehen wir die Hauptfiliale der Deutschen Bank AG in Stuttgart. Dieses Kreditinstitut ist nicht nur der zentrale Dienstleister für die Betreiber und Erbauer von Atomkraftwerken in Deutschland , sondern mischt auch im Kriegsgeschäft mit. Die Bank finanzierte die blutige Erdölförderung in Darfur, deren Erträge der sudanesische Regierung einen Bürgerkrieg mit hunderttausenden Toten ermöglichten. Genauso unterstütz sie die Militärdiktatur in Burma und stellte ihre Dienste einem Bergbaukonzern in der demokratischen Republik Kongo zur Verfügung, der ein enger Partner dortiger Bürgerkriegsmilizen war. Für den Profit geht das deutsche Kapital über Leichen – und das in der ganzen Welt!
Was Karl Liebknecht vor fast 100 Jahren erkannte, gilt auch heute noch:
Der Hauptfeind steht im eigenen Land.“                                                             (Friedensaktivist vom Lauti aus)

Von der Theodor-Heuss-Straße ging die Demo dann auf die Königstraße. Auf Höhe des Wissenschaftsminsteriums begann die erste Zwischenkundgebung. Neben der Landesprecherin der Grünen Jugend Jessica Messinger sprach auch noch Tom Stanke ein Schülersprecher aus Darmstadt, der einen Weg aufzeigte wie Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten es geschafft haben, die Zivilklausel an der Schule und der Uni durchzusetzen.

Nach diesen Redebeiträgen zog die Demonstration weiter am Kultusministerium vorbei, welches eine Fassadenverschönerung seitens der Demoteilnehmer verordnet bekam. Spontan klebten sie Ihre Forderungen wie zu Beispiel das sofortigen Aufkündigen der Kooperationsverträgen mit der Bundeswehr auf.

Seit 2009 gibt es zwischen Ministerium und Militär eine Kooperationsvereinbarung, die es den sogenannten Jugendoffizieren ermöglicht, im Gemeinschaftskundeunterricht ihre Propaganda zu verbreiten. In diesen Unterrichtseinheiten werden Kriege als unumgänglich und für die Durchsetzung von Menschenrechten notwendig dargestellt. Gezielt und vor allem niederschwellig wird hier versucht, Schülerinnen und Schülern den Dienst an der Waffe schmackhaft zu machen. Im Wahlkampf hatte die GRÜNEN versprochen diese Vereinbarung aufzuheben. Bisher ist dieses Versprechen jedoch nicht eingelöst worden.

Nach einer weiteren Zwischenkundgebung am Schlossplatz zog die Demo dann in Richtung Marktplatz weiter. Am Marktplatz angekommen wurde dann eine Panzerattrappe angezündet, welche symbolisch für die Zerstörung und den Tod, welcher einen Krieg mit sich bringt, niederbrannte. Als Abschlussredner sprach dann noch Chris Capps, ein Friedensaktivist, der in Kaiserslautern lebt und von der amerikanischen Armee desertiert ist zu den Versammelten.

Fragen über Fragen #10

FragenüberfragenSapperlot! Als ich eben die Überschrift getippt habe ist mir aufgefallen, dass alle Fragen heute den X-Factor haben. Bereits zum zehnten Mal reihen sich zehn Fragen aneinander, die mich die Woche über beschäftigten. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Fragen politisch, privat, ulkig, ernsthaft, für Insider oder Outstander sind. Die Fragen sind einfach da.

Gibt es eine Schlüsseldienstflatrate?
Gibt es Staatstrojanerdildos mit USB-Anschluss?
Beach oder Berge?
Wann kann ich Romy endlich live sehen?
Schreibt mensch Gewerkschaft(s)sekretär mit einem oder zwei „s“ in der Mitte?
Wann stoppt die BRAVO endlich ihre Kooperation mit der Bundeswehr?
Ist Pink wirklich das neue Schwarz?
Wird Hannes schon im ersten oder erst im zweiten Wahlgang gewählt?
Wann gibt es endlich eine „Zacke“ bis zu unserer Haustüre?
Duzen sich Jugendliche eigentlich noch oder diggern und aldern die sich nur noch?

Beach oder Berge? Die Bundeswehr Action-Camps

Krieg scheint heutzutage ja richtig „trendy“ und „fesch“ geworden zu sein. Für jeden Abschuss gibt es eine Justin-Bieber-Fan-Kette und für jede Verwundung ein tolles Miley-Cyrus-Bandana, YEAH! Danke Bravo und Bundeswehr für diese längst überfällige Message.

Geht´s eigentlich noch dreister? Reichen Euch Schulen und Ausbildungsmessen nicht mehr? Nein, müssen es jetzt auch noch Ferien- und Action-Camps sein? Anscheinend wir der Rohstoff Kanonenfutter so knapp, dass jetzt schon zu solchen makaberen Mitteln gegriffen werden muss?

Mit Sprüchen wie „Liebst Du das Abenteuer?“ oder „Suchst Du die Herausforderung?“ werden junge Menschen geködert, am „Mega-Event von BRAVO und treff.bundeswehr.de“ mit zu machen.
Die Zielgruppe der Bravo sind Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren. Was will die Bundeswehr eigentlich damit erreichen? Ein neues Bataillon Kindersoldaten oder was? Diese Camps sind keine Spaß-Camps damit Eltern mal allein sein können. Hier wird die Perversion auf die Spitze getrieben. Krieg als Spaß-Event mit anschließender After Show Party.

Hier ein paar Daten, die auf den Camps garantiert nicht erzählt werden:

Seit 1998 gab es bei Auslandseinsätzen mehr als 91 tote und 157 verwundete Bundeswehrsoldaten, darunter viele unter 25 Jahren. Viele mehr sind psychisch traumatisiert.

Die Einflussnahme der Bundeswehr bei der Lehrerausbildung steigt: Im Jahr 2009 nahmen 1.100 Referendare und 3.300 Lehrer an Lehrveranstaltungen der Bundeswehr teil.

Die verfügbaren Haushaltsmittel für die Nachwuchswerbung der Bundeswehr sind von neun Millionen Euro (1998) auf 27 Millionen Euro (2010) gestiegen.

Anstatt zu den Camps zu gehen, kann mensch auch was Vernünftiges machen. So gibt es zum einen die bundesweiten Aktionswoche gegen Bundeswehr in Schulen
und Hochschulen vom 24.-29. September 2012 oder gleich jetzt die Unterschriftenliste von Terres des Hommes gegen diese „Action-Camps“ unterschreiben.

Bundeswehr goes Nationalgarde

Krieg spielen wird jetzt noch einfacher, denn auch wir haben jetzt die Nationalgarde oder wie sie in Amtsdeutsch heisst die „RSUKr“. RSUKr ist die Abkürzung für Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte. Eigentlich nur konsequent, da seit längerem ja bekannt ist, dass die Bundeswehr am Hindukusch zu tun hat oder unter anderem Krieg in Afghanistan führt, muss die Heimatfront aufgerüstet werden.
Es gibt sogar ein FAQ des Reservistenverbandes über das RSUKr, dessen erste Einheit in Bremen schon in Dienst gestellt worden ist.

In diesesm FAQ heisst es unter anderem zur Frage der Aufgabe des RSUKr:
„Die RSUKr leisten einen wichtigen Beitrag zum militärischen Anteil der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe Heimatschutz. Ihr originärer Auftrag ist die Verstärkung der aktiven Truppe im Wach- und Sicherungsdienst militärischer Anlagen/Infrastruktur.(…). Sie sollen auch als Mittler zwischen der
Bundeswehr und der zivilen Gesellschaft wirken.

Konkret heisst das:
Krieg und Waffengewalt soll salonfähig gemacht werden. Durch die noch stärkere Verknüpfung von Privatleben und Militär wird der Militarismus in der Gesellschaft mehr und mehr als normal etabliert. Die Aktiven Mitglieder dieser Truppenteile dienen hierzu als Multiplikatoren.

Die einzige Garde, die ich unterstütze ist die Tanzgarde. Kein Militär nirgends! Bundeswehr abschaffen!

 

Wenn der Jugendoffizier zweimal klingelt….

Nach dem Aufruf“ Schulfrei für die Bundeswehr“ heute ein paar Argumente gegen die Phrasen der Jugendoffiziere

 Phrase :“Manche Konflikte lassen sich nur militärisch lösen“

Politische Konflikte, egal ob zwischen Staaten, Parteien oder Interessengruppen, entstehen zumeist dann, wenn es um Macht, Einflußnahme, Interessenwahrung und -sicherung geht. Fast immer schreien Verantwortliche und Medien erst dann laut auf, wenn Konflikte sich bereits so verschärft haben, daß keine politische Klärung und Beilegung des Konfliktes mehr möglich scheint. Dann wird in der Regel der Einsatz der Militärs als einzige verbleibende Option gefordert.

Konflikte lassen sich mit militärischer Gewalt möglicherweise beenden – lösen lassen sie sich mit gewaltsamen Mitteln jedoch nie.
Immer bleiben militärische Sieger und Besiegte am Ende dieser Auseinandersetzung. Der eigentliche Konfliktgegenstand – das, was ihn ausgelöst hat – bleibt bestehen und bildet den Grund neuer Konfrontation. Häufig eskalieren Konflikte gerade wegen des militärischen Eingreifens, auch unter der Flagge der UNO oder mit ihrer Genehmigung, und neue Auseinandersetzungen provozieren noch mehr Einsatz von Gewaltmitteln.

Statt dessen ist es die Aufgabe der Politik, tatsächlich alle zivilen, diplomatischen Möglichkeiten in den frühen Eskalationsstufen eines Konfliktes auszuschöpfen

Phrase: „Die Armee wird bei Katasstrophen gebraucht“

Die Bundeswehr ist keine Katastrophenschutzorganisation. Solche Organisationen und Einrichtungen gibt es, und diese sind speziell ausgebildet und auch ausgerüstet.Die zivile katastrophenschutzorganisation in Deutschland ist das Teschnische Hilfswerk (THW). Wenn Soldaten nur die Aufgabe hätten Sandsäcke zu füllen bräuchten sie nicht den Umgang mit Waffen lernen.

Sinnvoll wäre sehr wohl die verbesserte technische und personelle Ausstattung von zivilen Katastrophenschutzeinrichtungen.
Und es soll nicht vergessen werden: (Natur)Katastrophen sind in den meisten Fällen durch Menschen verursacht. Sie können und müssen bereits im Vorfeld verhindert werden.

Phrase: „Jedes Land braucht doch eine Armee“

Die Tatsache, daß die meisten Staaten über eine Armee verfügen, reicht kaum als Begründung aus. Mehrere Länder haben eine Atom Bombe brauchen wir deswegen auch eine?

Im Übrigen: Eine Emnid-Befragung von 1950 in der Hochphase der Wiederbewaffnungsdebatte ergab, daß sich 75 Prozent der  damaligen Bevölkerung gegen die Einführung der Bundeswehr aussprachen. Fast alle Jugendgruppen und -zeitungen protestierten ebenso wie Kirchen, Gewerkschaften und die linken Parteien gegen die Einführung von Bundeswehr und Wehrpflicht. Unter dem Motto „Ohne uns!“ machte die Mehrheit der Jugendlichen deutlich, daß sie sich nicht erneut an einem Krieg beteiligen oder ihn unterstützen werden.

Phrase:“Die Bundeswehr schafft Arbeitspätze“

Die Bundeswehr ist keine caritative Einrichtung mit dem Zweck der Arbeitsplatzbeschaffung. Die Bundeswehr ist eine Kampfeinrichtung. Anstatt Soldaten, die ausgebildet werden um töten zu können, sollten lieber beispielsweise qualifizierte Pflegekräfte ausgebildet werden  die den Menschen helfen können. Gerade im Sozial und Gesundheitsbereich fehlen Unmengen an Personal was so kompensiert werden kann.

Das ist nur ein Auszug und keine abschließende Liste. Wenn ihr mehr oder andere Argumente haben wollt, einfach die Kommentarfunktion nutzen und ergänzen.

Schulfrei für die Bundeswehr

Aufruf zur bundesweiten Aktionswoche gegen Bundeswehr in Schulen
und Hochschulen vom 24.-29. September 2012

Die Bundeswehr drängt an die Schulen und Hochschulen! In den Schulen sucht sie zum einen nach dem Ende der Wehrpflicht neue Rekruten und Rekrutinnen. Zum anderen will sie schon die Kinder und Jugendlichen – die Wähler und Wählerinnen von morgen – von der Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen.
In immer mehr Bundesländern schließt sie deshalb Kooperationsvereinbarungen mit den jeweiligen Kultusministerien. Damit sichert sie ihren Jugendoffizieren und Jugendoffizierinnen Zugang in die Klassenzimmer. Diese „Experten für die politische Bildung“ gestalten dort den Unterricht, entwerfen Lehrmaterialien, organisieren Ausflüge in Kasernen oder andere Seminarfahrten und üben zunehmend Einfluss auf die Ausbildung von Lehrkräften aus. Auch die Wehrdienstberater und Wehrdienstberaterinnen kommen regelmäßig und immer häufiger in Schulen, um Jugendliche offensiv für den Dienst an der Waffe anzuwerben. Auch an den Hochschulen wird eine zunehmende Militarisierung der
Forschung und Lehre immer deutlicher.
Wir wollen uns gemeinsam der Militarisierung des Bildungssystems in den Weg stellen.
Darum rufen wir zu einer bundesweiten Aktionswoche vom 24.- 29. September 2012 gegen den Einfluss der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie auf das Bildungswesen auf. In vielen Städten sollen dezentral bunte, kreative und öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen stattfinden, um Politik und Öffentlichkeit auf die Problematik der zunehmenden Militarisierung des Bildungssystems aufmerksam zu machen.

Wir fordern die sofortige Kündigung der bestehenden Kooperationsvereinbarungen zwischen Kultusministerien und der Bundeswehr sowie die flächendeckende Einführung und Einhaltung von Zivilklauseln um eine Lehre und Forschung an Hochschulen zu garantierten, die ausschließlich zivilen Zwecken dient.

Quelle

Wenn ihr Unterstützer werden wollt dann klickt hier auf die Unterstützerliste und postet in der Kommentarleiste das ihr den Aufruf untersützt

Der Frieden bewegt sich-Ostermärsche

Mit dem Kapitalismus ist kein Frieden zu machen! Deshalb-Raus zum Ostermarsch für den Frieden! Ich werde in Stuttgart mitlaufen.  Doch nicht nur in Stuttgart sondern weltweit werden Menschen für den Frieden auf die Straße gehen.

Also lauft mit

Hier der Aufruf  des Friedensnetzes Baden Württemberg

50 Jahre Ostermarsch:
… für eine Welt, die von Kriegen nichts mehr hält!

Bundeswehr raus aus Afghanistan!
– anstatt rein in die Schulen!

Seit 50 Jahren marschieren wir an Ostern gegen Atomwaffen, gegen Rüstung und gegen Krieg. Für Frieden für Verständigung und internationale Zusammenarbeit.

Hat es was gebracht?
Es ist wahr: in diesen 50 Jahren wurden schreckliche Kriege geführt: in Vietnam, im Nahen Osten, in Afrika. Auch die Bundeswehr war und ist schon wieder dabei: in Jugoslawien, am Horn von Afrika, in Afghanistan. Der Rüstungshaushalt ist trotz des lange vergessenen Kalten Krieges und trotz der Krise der höchste in der Geschichte. Atomwaffen bedrohen auch von deutschem Boden aus die ganze Menschheit. Die Außenpolitik scheint nur eine Methode zu kennen: Eingreif und Interventionstruppen in allen Teilen der Welt. Aber die Menschen sehen das anders als die Politiker.

Die Mehrheit ist für Frieden!
Die Menschen haben gelernt, dem politischen ‚Allheilmittel‘ Militär und Krieg gründlich zu mißtrauen. Millionen gingen in den 80er Jahren gegen neue Raketenrüstung auf die Straße, in den 90er gegen die Kriege gegen Irak und Jugoslawien, seit 2001 gegen die neuen Kriege in Afghanistan, im Irak und in anderen Teilen der Welt. Niemals in all diesen Jahren gab es in unserem Land eine mehrheitliche Zustimmung zu den aktuellen Aufrüstungs- und Kriegsprojekten. Nicht immer gingen die Menschen mit uns auf die Strasse, aber immer lehnten sie mit großer Mehrheit Aufrüstung, Krieg und Militarisierung der Gesellschaft ab.

Das gibt uns Mut.
Deshalb marschieren wir auch in diesem Jahr. Wir haben allen Grund dazu.
Die Situation der Bevölkerung in Afghanistan verschlimmert sich täglich. 61 % der Bevölkerung sind chronisch unterernährt. Die Lebenser­war­tung ist auf 43,1 Jahre gesunken. Die Alphabeti­sie­rungs­rate ist auf 23,5 % gefallen. Gesicherter Zugang zu Trinkwasser gibt es nur für 13 % der Bevölkerung. Unicef stellte 2009 fest: Afghanistan ist weltweit das schlimmste Land, in das ein Kind geboren werden kann.

Für Frieden in Afghanistan!
Am erschreckendsten ist die ständig steigende Zahl der Opfer dieses Krieges bei den eingesetzten Soldaten vor allem aber unter der afghani­schen Zivilbevölkerung. So hat ein deutscher Oberst der Bundes­wehr den Tod von ca. 150 Menschen beim Massaker in Kundus befohlen. Und schon wieder ist nicht das Ende, sondern die Ausweitung des Krieges beschlossen: Mehr Waffen, mehr Soldaten, mehr Tod!

Für eine bundeswehrfreie Schule!

Statt die Forderung der Menschen, den Krieg zu beenden, ernst zu nehmen, soll das Militärische verstärkt in die Schulen getragen werden: In einer Vereinbarung mit der Bundeswehr hat die Landesregierung ausgerechnet das Militär mit Schulunterricht und Lehrerbildung zu den Themen „Sicherheitspolitik“, globale Konfliktverhütung“, Krisen­be­wälti­gung“ und „nationale Interessen“ betraut. Gerade das kann die Bundes­wehr, die ausschließlich für die Landesverteidigung zuständig ist, nicht. Die Bundeswehr hat in Klassenzimmern und in der Lehrerbildung genau so wenig zu suchen wie in Afghanistan. Wir wehren uns gegen die Militarisierung der Schulen und der Gesellschaft.

Für eine atomwaffenfreie Welt!

Wir wollen, dass die atomare Bedrohung endlich beendet wird. Notwendige Schritte dazu sind der Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen und der längst überfällige Abzug der Automwaffen aus Büchel.  Atomwaffen müssen geächtet werden und von unserer Erde verschwinden. Eine Welt ohne Atomwaffen ist möglich. Im Mai findet in New York die 7. Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages statt. Gemeinsam mit der weltweiten Friedensbewegung rufen wir die Konferenz-Staaten auf: unternehmt endlich konkrete Schritte zum Abbau der Atomwaffen!

Auch im 50. Jahr der Ostermärsche fordern wir, was selbstverständlich sein sollte:
Frieden, Abrüstung und eine offene, demokratische Gesellschaft.


Vernunft muss her, statt Militär!
 

 Treffpunkt:

Stuttgart
Samstag, 3. April 2010
12 Uhr beim Theaterhaus,
vom Deserteurdenkmal zum Kultusministerium
ca. 14 Uhr Schlossplatz