Kopfkino #10

Antimilitarismus ist ein wichtiger Teilbereich im Kampf für eine bessere Gesellschaft.
Nicht nur wenn man in einer Stadt lebt die stark von Militär geprägt ist. Ich bin sehr erfreut, Euch den antimilitaristischen Jahresrückblick 2016 zu präsentieren,welcher von der Initiative No War Berlin zur  erstellt und zur Verfügung gestellt wird. Weiterlesen

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Wenn der Jugendoffizier zweimal klingelt….

Nach dem Aufruf“ Schulfrei für die Bundeswehr“ heute ein paar Argumente gegen die Phrasen der Jugendoffiziere

 Phrase :“Manche Konflikte lassen sich nur militärisch lösen“

Politische Konflikte, egal ob zwischen Staaten, Parteien oder Interessengruppen, entstehen zumeist dann, wenn es um Macht, Einflußnahme, Interessenwahrung und -sicherung geht. Fast immer schreien Verantwortliche und Medien erst dann laut auf, wenn Konflikte sich bereits so verschärft haben, daß keine politische Klärung und Beilegung des Konfliktes mehr möglich scheint. Dann wird in der Regel der Einsatz der Militärs als einzige verbleibende Option gefordert.

Konflikte lassen sich mit militärischer Gewalt möglicherweise beenden – lösen lassen sie sich mit gewaltsamen Mitteln jedoch nie.
Immer bleiben militärische Sieger und Besiegte am Ende dieser Auseinandersetzung. Der eigentliche Konfliktgegenstand – das, was ihn ausgelöst hat – bleibt bestehen und bildet den Grund neuer Konfrontation. Häufig eskalieren Konflikte gerade wegen des militärischen Eingreifens, auch unter der Flagge der UNO oder mit ihrer Genehmigung, und neue Auseinandersetzungen provozieren noch mehr Einsatz von Gewaltmitteln.

Statt dessen ist es die Aufgabe der Politik, tatsächlich alle zivilen, diplomatischen Möglichkeiten in den frühen Eskalationsstufen eines Konfliktes auszuschöpfen

Phrase: „Die Armee wird bei Katasstrophen gebraucht“

Die Bundeswehr ist keine Katastrophenschutzorganisation. Solche Organisationen und Einrichtungen gibt es, und diese sind speziell ausgebildet und auch ausgerüstet.Die zivile katastrophenschutzorganisation in Deutschland ist das Teschnische Hilfswerk (THW). Wenn Soldaten nur die Aufgabe hätten Sandsäcke zu füllen bräuchten sie nicht den Umgang mit Waffen lernen.

Sinnvoll wäre sehr wohl die verbesserte technische und personelle Ausstattung von zivilen Katastrophenschutzeinrichtungen.
Und es soll nicht vergessen werden: (Natur)Katastrophen sind in den meisten Fällen durch Menschen verursacht. Sie können und müssen bereits im Vorfeld verhindert werden.

Phrase: „Jedes Land braucht doch eine Armee“

Die Tatsache, daß die meisten Staaten über eine Armee verfügen, reicht kaum als Begründung aus. Mehrere Länder haben eine Atom Bombe brauchen wir deswegen auch eine?

Im Übrigen: Eine Emnid-Befragung von 1950 in der Hochphase der Wiederbewaffnungsdebatte ergab, daß sich 75 Prozent der  damaligen Bevölkerung gegen die Einführung der Bundeswehr aussprachen. Fast alle Jugendgruppen und -zeitungen protestierten ebenso wie Kirchen, Gewerkschaften und die linken Parteien gegen die Einführung von Bundeswehr und Wehrpflicht. Unter dem Motto „Ohne uns!“ machte die Mehrheit der Jugendlichen deutlich, daß sie sich nicht erneut an einem Krieg beteiligen oder ihn unterstützen werden.

Phrase:“Die Bundeswehr schafft Arbeitspätze“

Die Bundeswehr ist keine caritative Einrichtung mit dem Zweck der Arbeitsplatzbeschaffung. Die Bundeswehr ist eine Kampfeinrichtung. Anstatt Soldaten, die ausgebildet werden um töten zu können, sollten lieber beispielsweise qualifizierte Pflegekräfte ausgebildet werden  die den Menschen helfen können. Gerade im Sozial und Gesundheitsbereich fehlen Unmengen an Personal was so kompensiert werden kann.

Das ist nur ein Auszug und keine abschließende Liste. Wenn ihr mehr oder andere Argumente haben wollt, einfach die Kommentarfunktion nutzen und ergänzen.