Nein! Doch! Ooh! – Rassismus bei der Polizei

Zurzeit wird im Netz und in der medialen Öffentlichkeit diskutiert, ob die Bezeichnung “NAFRI“ (Nordafrikanischer Intensivtäter) jetzt unglücklich gewählt, eine Abkürzung, ein Arbeitsbegriff oder gewollte Provokation ist. Meines Erachtens ist es letzteres mit einer gehörigen Portion Rassismus. Doch eigentlich geht es nicht um diesen Tweet, welchen die Twitter-Abteilung der Kölner Polizei in der Silvesternacht abgesetzt hat. Es geht um Rassismus bei der Polizei. Und es geht darum, dass dies kein neues Phänomen ist, sondern durchaus ein strukturelles Problem innerhalb der Polizeibehörden.

Egal ob der Mord an Oury Jalloh im Januar 2005, eigene Beobachtungen als Ohrenzeuge im Zug, Karikaturen der DPolG im Jahreskalender 2012 oder dem oftmals alltäglichen racial Profiling.

Was fehlt ist eine Empörung, die über linke Debattenzirkel hinausgeht. Was fehlt ist die Erkenntnis, dass in einer Gesellschaft, in der die Hetzparolen von AfD, Demo für Alle, CSU/CDU auf fruchtbaren Boden fallen, „RaBus“ (rassistische Bullen) keine Seltenheit sind. Was fehlt ist die sich daraus ergebende Konsequenz, sich vehement gegen Rassismus und Faschismus zu positionieren auf allen Ebenen! Mit allen Mitteln.

Siamo tutti antifacisti

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