Undercover bei Pegida

Villingen-Schwenningen. Der Pegida-Ableger im Dreiländereck “SBH-Gida” –  SBH steht für Schwarzwald, Baar, Heuberg – hielt am Sonntag, 18. Oktober, wieder einmal in Villingen eine Kundgebung ab. Bereits zum zehnten Mal lud der offen rassistische Zusammenschluss in die Doppelstadt, um gegen eine angebliche Islamisierung zu protestieren. Anders als sonst war ich nicht mit der Kamera unterwegs, sondern „undercover“ mitten im rechten Mob. Ich wollte das Grauen direkt miterleben.

Bereits auf dem Weg zur Kundgebung fiel mir auf, dass eine Vielzahl rechter Aufkleber das Straßenbild prägten. Dabei gab es erst zwei Tage zuvor einen antifaschistischer Straßenspaziergang, bei dem Naziwerbung überklebt oder entsorgt wurde. Ich machte noch einen kurzen Abstecher zur Antifakundgebung und begab mich dann in die Höhle des Löwen. (mehr …)

Keine Ruhe den rechten Hetzern

2103_4Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon vorgestern abend schreiben, ich aber erst jetzt die Zeit dazu gefunden, die Bilder auszuwerten und zu bearbeiten. In der Zwischenzeit sind ja auch schon einige andere Berichte dazu hochgeladen worden, denen nichts mehr hinzufügen ist. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, eben auf genau diese zu verweisen. (mehr …)

Nazis gibt’s in dieser Stadt – Bericht der antifaschistischen Proteste von Lautern blockiert.

20150314_KL_8Am Samstag den 14.03.2015 war es mal wieder soweit. Mit gepackter Demoausrüstung ging es auf nach Kaiserslautern, um die antifaschistischen Proteste gegen den angekündigten NPD Aufmarsch zu begleiten.  Ziemlich früh ging es los, da Kaiserslautern ja gerade nicht um die Ecke liegt. In Kaiserslautern angekommem ging es dann auch sofort zu den GegendemonstrantInnen. Diese waren auf der ursprünglich angemeldeten Naziroute zusammengekommen und blockierten so die ursprüngliche Demoroute. Ca 250 AntifaschistInnen sind dem Aufruf von Lautern blockiert gefolgt, um den Naziaufmarsch zu blockieren. (mehr …)

Gedankenupdate # 6

Gedankenupdate62 Seiten einer Medallie: „Pegida stoppen heißt auch keine Demo für Alle Für den 21. März 2015 mobilisieren rechtspopulistische, faschistische und christlich-fundamentalistische Kräfte, um durch die Stuttgarter Innenstadt zu ziehen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Bündnis aus Kräften der gemäßigten und extremen Rechten in der Landeshauptstadt unter homophoben Phrasen die Straße nimmt. Konnte ein erster Aufmarsch im Januar 2014 noch von mehreren hundert Menschen blockiert werden, so konnten die vier folgenden rechten Demos unter massivem Polizeischutz stattfinden.Nach längerer Pause und befeuert durch die Erfolge der rassistischen Pegida-Bewegung wollen die rechten Hetzer ihre ewig gestrigen Slogans nun wieder auf die Straßen unserer Stadt tragen.“ (…) Kommt am 21. März 2015 mit auf die Straße und tragt euren Teil dazu bei, die Demo für Alle zum absoluten Reinfall zu machen. Dabei ist die Vielfalt der Aktionsformen ein sicherlich entscheidender Moment. Für uns ist klar: Wir stehen ein für ein solidarisches Miteinander und machen mobil gegen rechte Hetzer! Bietet sich die Gelegenheit, dann werden wir die Demo blockieren! Auch wenn die Stuttgarter Polizei wieder alles daran setzt den Rechten den Weg freizuprügeln: Wir werden uns von unserem Ziel nicht abbringen lassen und den Rechten gehörig den Tag vermiesen!(…)“ Den kompletten Aufruf sowie aktuelle Infos findet ihr auf Rechstruck stoppen

Aktionskonsens: Am 14.03 plant die faschistische NPD einen Aufmarsch in Kaiserslautern. Mehrere antifaschistische Gruppen, Initativen und Einzelpersonen haben sich zu einem Blockadebündniss zusammengeshlossen und einen Aktionskonsens veröffentlicht. So heißt es in ihrem Aufruf: „Unsere Blockaden sind Menschenblockaden; wir bedienen uns dem Mittel des zivilen Ungehorsams. Von uns wird hierbei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die ein Zeichen gegen Hass und Intoleranz setzen werden.“

Rest in Power: Am 07. März ist Ivana Hoffmann im Kampf gegen die IS gefallen. In Stuttgart gibt es am Freitag den 13.03 eine Trauerveranstaltung ab 18:30 im Linken Zentrum Lilo Herrmann Ebenso wird es eine Delegation geben die zur Gedenkdemonstration nach Duisburg fährt.

Filbingers Erben: Das rechtspopulistische und von Filbinger gefündete Studienzentrum Weikersheim läd Udo Ulfkotte nach Stuttgart ein um über „PEGIDA und die veröffentlichte Meinung“ zu diskutieren. Das Antifaschistische Aktionsbünsniss Stuttgart und Region hat angekündigt diese Veranstaltung zu beobachten und läd zur Gegenkundgebung in die Willi Reichert Staffel. Weitere Infos findet ihr direkt beim AABS.

 

 

Kopfkino # 7

Am 18.3.2015 auf nach Frankfurt

 

Demofotografie ist kein Sensationsjournalismus

FotozeugsWer meinen Blog kennt, weiß dass ich ab und an auch als Demofotograf unterwegs bin. Doch was ist eigentlich Demofotografie und warum mache ich das eigentlich? Schon länger spiele ich mit dem Gedanken mal einen Blogpost über Demofotografie zu schreiben. Die letztendliche Motivation bekam ich aber im Zusammenhang mit den Berichten über die Proteste gegen die rechte Hooligan-Demo in Ludwigshafen im Februar. Ich war ja an diesem Tag  in LU unterwegs und hab meine Eindrücke geschildert. Auch Nathan hat in seinem Blog bullenscheiße| Nein nicht die Polizei eine Zusammenfassung geschrieben. In diesem Post hat er unter anderem meinen Blogbeitrag verlinkt und sich positiv darüber geäußert, dass ich eben nicht einfach nur meine Fotos online gestellt habe, sondern dass ich die Gesichter der AntifaschistInnen verpixelt habe. Soviel zur Motivation warum ich jetzt einen Beitrag über Demofotografie schreibe. (mehr …)

Frauen die kämpfen, sind Frauen die Leben

Sponti 2 Wir wünschen allen Freundinnen, Kolleginnen, Müttern, Töchtern, Schwestern, Großmüttern, Liebhaberinnen, Nachbarinnen, Gegnerinnen, Revolutionärinnen, Mädchen, … einen kämpferischen internationalen Frauenkampftag!
Der erste Frauenkampftag wurde am 19. März 1911 in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz sowie den USA begangen. Allein in Berlin kamen etwa 45.000 Frauen zusammen, um sich für ihre Rechte stark zu machen. In den folgenden Jahren versammelten sich Millionen von Frauen zu den jeweils im Frühjahr organisierten Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen. Schon 1912 kamen Schweden, Frankreich und Holland, 1913 Russland und die Tschechoslowakei dazu. Neben dem Wahlrecht forderten die Frauen bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, Mutter- und Kinderschutz und protestierten gegen den imperialistischen Krieg. Das aktive und passive Wahlrecht wurde den Frauen in Deutschland im November 1918 durch den Rat der Volksbeauftragten zuerkannt. (mehr …)

Gesprächsfetzen im Zug oder ein ICE ist keine Anwaltskanzlei

Als Zugpendler habe ich ja schon Einiges erlebt. Die Spanne reicht von Platzhirschverhalten, unnötigen Beleidigungen über nette Bekanntschaften oder der eigenen Verpeiltheit bis hin zu rassistischen Gesprächsfetzen. Von Gesprächsfetzen handelt auch der heutige Beitrag. Genervt von PendlerInnengedränge und in der Erwartung irgendwo im Gang mich bequemen zu müssen, bin ich zunächst erfreut über die Tatsache, dass ich trotzallem einen Sitzplatz ergattern konnte. So weit so gut. Ich ziehe also meine Jacke aus und will gerade meine Kopfhörer aufziehen, um mir die Reisezeit mit Musik zu verkürzen, als mein Sitznachbar zu seinem klingelden Telefon greift. (mehr …)

Gedankenupdate #5

messageRepression: Im Oktober 2013 organisierte ein breites antifaschistisches Bündnis unter dem Label „Nazis Stoppen“ nach Göppingen, um einen Naziaufmarsch zu stören und zu blockieren. In die Kampagne eingebettet waren auch verschiedene Shout Outs von PolitikerInnen, KünstlerInnen, AntifaschistInnen, die für die antifaschistischen Proteste mobilisierten. Insgesamt folgten über 1500 AntifaschistInnen dem Ruf des Bündnisses. Am Mittwoch wird jetzt einem Antifaschisten der Prozess gemacht, der mit einem Rapvideo für die Proteste mobilisierte, welches mittlweile nicht mehr zugänglich ist. Einen Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung findet ihr beim Antifaschistischen Aktionsbünsniss Stuttgart und Region (AABS). (mehr …)

Fragen über Fragen #37

alle Farben Immer wieder kommt es zu der Situation, dass ich die Fragen, die mir im Kopf rum springen rauslassen muss, damit ich sie mir beantworten kann oder sie mich nicht weiter belasten. Bereits zum 37. Mal habe ich jetzt 10 Fragen aus meinem imaginären Käfig rausgelassen. Ich erhebe im Übrigen keinen Alleinbeantwortungsanspruch. Wer Antworten zu den Fragen hat, hat zwei Möglichkeiten. Entweder hier direkt in die Kommentarspalte posten oder ihr schreibt eine Mail an kontakt [at] einpoesiealbum . de. (mehr …)